Summer-Run 2008 von Marion und Freddy
Heute, am 8.6.2008 ist es soweit. Freddy und Marion haben mit viel Aufwand und Vorbereitung einen weiteren Summer-Run organisiert. Schon 2007 war es in Köln ein toller Event und nachdem der 2008er Lauf auf dem letzten Treffen des LT TuS Meindorf verkündet wurde wunderte es nicht, dass sich in kurzer Zeit 24 Läufer angemeldet hatten. Jeder durfte 15 Euro an die Veranstalter geben, ohne zu wissen, was sie erwartet.
Im Nachgang der Anmeldung bekamen die Läufer in Mails kleine Info-Häppchen ohne irgendetwas über das wo und wie zu erfahren. Alle wurden aber aufgerufen, eine Prognose zum möglichen Ziel abzugeben. Auch in diesem Jahr gab es wieder Preise für die Prognosen. So durften Uwe für die treffendste und Bert für die erste Prognose kleine Preise einstreichen!
Aber bleiben wir beim Anfang der Geschichte und die begann bei mir, wie immer, morgens im Bett. Ich werde, wie so oft, vor dem Wecker wach und höre die Vögel in der Dämmerung zwitschern. Also die schnurrende Katze mit geschickten Griff operativ aus meiner Achselhöhle entfernt und der besten aller Frauen unter die Daune geschoben. Raus aus den Federn und erst mal lecker Kaffee und Brötchen einwerfen. Das Wetter scheint diesig, aber das kann ja noch werden!
Um 7:45 Uhr war das Treffen in Menden am Markt angesagt. Von dort wussten alle nur, dass es mit der Linie 640 weiter geht. Obwohl einige etwas mehr wussten, da die Organisatoren ihre Hilfe brauchten, war nichts durchgesickert. So standen wir und warteten auf die letzten Nachzügler, von denen einer (ausgerechnet einer von fünf eingeweihten Fahrern) nicht erschien. Die Info der Linie 640 war eine geschickte Täuschung, denn wir fuhren mit vier Autos in eine unbekannte Richtung. Netterweise hat Iris sich kurzfristig als Ersatzfahrer zur Verfügung gestellt und so ging es mit einer kleinen Verspätung los, auf die A3 in Richtung Frankfurt.
In der Kolonne der Ahnungslosen ging es weiter in Richtung Koblenz und die Fahrt endete in Rhens am Rhein. Hier hat meine Familie ihr Domizil im „Roten Ochsen“ und mein guter, alter, sportlicher Onkel Horst hat sich für uns als Scout zur Verfügung gestellt. Mit 72 Jahren hat er die Zeit zum Training gut genutzt, war entsprechend fit und hatte einen tollen Trail für uns ausgesucht. Netterweise hat uns sein Hund Linus auf der Tour begleitet, was für viel Freude bei den Läufern sorgte. Weniger Freude machte im ersten Moment der harte Start in den Berg. Schließlich bekommt man den netten Blick von oben nicht im Tal. Also Zähne zusammenbeißen und rauf auf die Höhe. Uns erwartete ein traumhafter Blick, denn letztlich hatte das Wetter ein Einsehen und die Sonne stand uns bei.
Mit kleineren Pausen führte uns der Weg über den Jakobsberg in die Bopparder Hamm (ein Weinberg) der auf Grund seiner Wärmespeichernden Schieferböden für ein mediterranes Klima sorgt. Das gefällt uns und den Trauben. Was die Trauben nicht könne ist, den tollen Blick ins Rheintal zu genießen, was wir aber ausgiebig getan haben! Weiter den Hang entlang näherten wir uns Rheinabwärts dem Rhein. Begleitet von einem Milan ging es kontinuierlich bergab bis wir am Rheinufer ankamen. Dem folgten wir, bis auf der anderen Rheinseite Braubach und darüber die Marksburg auftauchte. Die Gelegenheit habe ich genutzt und allen die wesentlichen Informationen über dieses Prunkstück des Mittelrheines gegeben.
Nach knapp zwei Stunden erreichten wir wieder Rhens. Zwischenzeitlich hatten wir ein, von Horst deponiertes Bike aufgesammelt, dass dem ein oder anderen die guten 15 Km etwas erträglicher machten. Es wurde als „Staffel der Erschöpften“ durchgereicht, so dass alle glücklich den „Roten Ochsen“ erreichten.
Dank der Familie Kochhäuser konnten wir uns dort duschen und es wurde dann ein Monster-Nudel-Buffet mit Salat, Soßen und kleinen Steaks aufgefahren. All diejenigen, die die geforderten Prognosen nicht abgegeben haben, durften als kleine Strafe die Tische abräumen, was sie auch ganz brav erledigten. Gut gesättigt und ein paar Getränke später fuhren wir dann zum Königsstuhl um von diesem Geschichtsträchtigen Bauwerk einen letzten Blick auf Rhens und das Rheintal zu werfen. Offensichtlich hat es allen gut gefallen und so bin ich mir sicher, dass wir diese Gegend irgendwann wieder „heimsuchen“.
Abschließend kann ich nur sagen, dass es mir besonders gut gefallen hat, diesen Lauf zu absolvieren. Nette Läufer, traumhafte Ausblicke, eine erstklassige Organisation (dank Marion und Freddy), ein super Scout (Horst Kochhäuser) und ein prima Essen (Werner Kochhäuser). Wie kann das in 2009 noch getoppt werden? Da haben die Summer-Run-Organisatoren noch viel vor!
Und hier die Bilder von Hage und Bert!
Autor: Dodo